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Senin, 17 Oktober 2016

Die amerikanische Subprimekrise und die Reaktionen der Zentralbanken

Die amerikanische Subprimekrise und die Reaktionen der Zentralbanken
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87
By:"Michael Hartl"
"Business & Economics"
Published on 2009-04-16 by diplom.de

Inhaltsangabe:Einleitung: Rückblickend auf die letzten hundert Jahre lässt sich feststellen, dass im Zuge der Finanzmarktintegration und Globalisierung die Häufigkeit von Finanzkrisen deutlich zugenommen hat.

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Inhaltsangabe:Einleitung: Rückblickend auf die letzten hundert Jahre lässt sich feststellen, dass im Zuge der Finanzmarktintegration und Globalisierung die Häufigkeit von Finanzkrisen deutlich zugenommen hat. Allein seit Beginn der 1980er Jahre wurden 166 Finanzkrisen dokumentiert. 84 dieser Krisen werden als ‘größere’ Finanzkrisen bezeichnet. Rund 30 davon begannen in den 1980er Jahren. In den 1990er Jahren waren es mit 50 Krisen hingegen schon fast doppelt so viele. Nach den jüngsten Krisen in Emerging Markets wie Mexiko 1994 / 95, Asien 1997 / 98, Russland 1998 und 1999 in Brasilien trifft es bei der Subprimekrise hauptsächlich die Industriestaaten. So sind vor allem die als Ausgangspunkt definierten United States of America (USA) und Europa von der aktuellen Immobilienkrise betroffen. Zahlreiche Banken und Investmenthäuser, sowohl in den USA als auch in Europa, stehen entweder vor dem Aus oder müssen Milliarden Abschreibungen aufgrund von Fehlspekulationen mit Mortgaged Backed Securities hinnehmen. Durch die sich kontinuierlich weiter zuspitzende Situation an den Finanzmärkten stehen nun seit einiger Zeit die Zentralbanken immer mehr im Mittelpunkt der Krisenbekämpfung, bei der es sich um keine leichte Aufgabe handelt. Besonders der Zuwachs an innovativen Finanzinstrumenten hat dafür gesorgt, dass Finanzmärkte zunehmend untransparenter werden. Auch wird eine Beurteilung der Marktsituation als Grundlage für geldpolitische Entscheidungen zunehmend komplexer und diffuser. Deutlich wird dies durch die von den Zentralbanken unterschiedlich eingeschätzten Risiken. Während die größte Sorge der US-amerikanischen Notenbank eine drohende Rezession ist, fürchtet die Europäische Zentralbank vielmehr die Gefahr der Inflation. Ebenso besteht die Angst vor einem drohenden Verlust der Glaubwürdigkeit von geldpolitischen Entscheidungsträgern, was somit für weitere Brisanz bei der Entscheidungsfindung sorgt. Zusätzlich wird durch die finanzielle Unterstützung der Zentralbanken und Institutionen für Opfer der Subprimekrise den Marktakteuren ein trügerisches Gefühl der Sicherheit gegeben. Sind aufgrund krisenbedingter Auswirkungen kurzfristige Eingriffe unumgänglich um die Finanzmärkte vor einem Kollaps zu bewahren, könnte gerade dieses Handeln den Investoren eine Expost Krisenversicherung vermitteln. Dadurch wäre ein eigennütziges, für die Gesellschaft schädliches Verhalten der Marktakteure denkbar. Dies könnte sich in Form von erhöhter Risikobereitschaft und mangelnder Risikostreuung bei der Auswahl der Anlageobjekte darstellen. Demzufolge wäre eine übermäßige Risikokonzentration in den Bilanzen und Portfolios der privaten und institutionellen Investoren möglich. Auch könnte in diesem Zusammenhang, neben der unterlassenen Risikoeinschätzung, eine unzureichende Risikoausweisung destabilisierend auf die Finanzmärkte wirken. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass krisenbedingte Interventionen der Zentralbanken und die damit verbundene teilweise Ausweitung der weltweiten Geldmenge nicht nur eine mögliche Ursache für die Subprimekrise war, sondern auch zukünftig Turbulenzen an den Finanzmärkten verursachen kann. Ausschlaggebend dafür könnte wiederum das daraus resultierende Investorenverhalten sein. Dabei ist jedoch zu beachten, dass erst die Summierung der durch Gewinnmaximierung geprägten, individuell gleichgerichteten Finanzmarktaktivitäten eine Bedrohung für die Märkte darstellt. Dementsprechend würden die durch Aggregation entstandenen Zahlungsströme zur Blasenbildung an den Finanzmärkten beitragen und somit eine Abkoppelung der auf Assetwerten basierenden Finanztitel von deren Preisen verursachen. Ferner werden die Rufe nach einer Regulierung der Finanz- und Bankenmärkte im Hinblick auf die Systemstabilität lauter. Zunächst wird im nachfolgenden zweiten Abschnitt ein Überblick über die bisherigen Auswirkungen und Erkenntnisse der Subprimekrise gegeben. Dabei werden wichtige Details herausgegriffen, aufgearbeitet und letztendlich, um ein Gesamtbild der Krisenentstehung zu bekommen, wieder zusammengesetzt. Anschließend wird ein kurzer Überblick über Gewinner und Verlierer gegeben, um das bisherige Ausmaß der Subprimekrise einordnen zu können. Im dritten Abschnitt werden neben den Reaktionen der Zentralbanken auch Interventionsmöglichkeiten und daraus resultierender Marktreaktionen dargelegt. Der vierte und letzte Abschnitt befasst sich hingegen mit den langfristigen Auswirkungen von Interventionen im Krisenfall. Hierbei werden, vor allem unter Einbezug von Anlagestrategien der Investoren, Rettungsaktionen von in Not geratenen Finanzintermediären kritisch betrachtet. Zusätzlich steht die Bereitstellung von kostengünstigen liquiden Mitteln als neue Herausforderung für die Märkte im Blickpunkt. Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: InhaltsverzeichnisI AbbildungsverzeichnisII FormelverzeichnisIII AbkürzungsverzeichnisIV SymbolverzeichnisVI 1.Abschnitt: Einführung1 2.Abschnitt: Subprimekrise3 2.1.Kreditmarkt als Krisenursache3 2.1.1.Subprimekredite und mangelnde Sicherheiten3 2.1.2.Asset Securitisation5 2.1.3.Problematik der variablen Zinssätze7 2.2.Krisenausbruch und Krisenverlauf8 2.2.1.Maturity Mismatch der Refinanzierung8 2.2.2.Misstrauen der Banken und mangelnde Liquidität9 2.2.3.Leidtragende und Profiteure der Subprimekrise10 3.Abschnitt: Öffentliche Reaktionen seit Beginn der Subprimekrise13 3.1.Leitzins als Steuerungsinstrument13 3.1.1.Rezessionsangst der US-Notenbank13 3.1.2.Preisniveaustabilität als Ziel der Europäischen Zentralbank16 3.2.Bereitstellung von Liquidität19 3.2.1.Offenmarktgeschäfte der Zentralbanken20 3.2.2.Sovereign Wealth Funds22 3.2.3.Regierung24 3.3.Auswirkungen von Zentralbankaktivitäten auf die Märkte25 3.3.1.Reaktionen der Vermögensmärkte auf Zinsveränderungen25 3.3.2.Liquiditätsbedingte Marktaktivitäten29 3.3.3.Problematik der geldpolitischen Transmission30 4.Abschnitt: Langfristige Risiken für die Finanzmarktstabilität34 4.1.Zentralbanken und Institutionen als Garantiegeber für Kredite34 4.1.1.Implizite und explizite Garantien vor der Krise35 4.1.2.Länderspezifische ‘Bail-Out’ Zusage36 4.1.3.Marktspezifische ‘Bail-Out’ Zusage37 4.1.4.Zentralbanken und IMF als Garantiegeber39 4.2.Moral Hazard als Folge von Kreditgarantien40 4.2.1.Divergenz von privatem und sozialem Risiko40 4.2.2.Unzureichende Diversifikation der Anleger42 4.2.3.Übermäßige Risikoakkumulation43 4.2.4.Mangelnde Risikotransparenz der Investments44 4.3.Liquiditätsbereitstellung als Ursache für Überinvestitionen46 4.3.1.Übermäßiges Liquiditätsangebot46 4.3.2.Carry Trade und Hunt for Yield48 4.3.3.Informationsasymmetrien und Herding50 4.3.4.Krisenbedingte Liquiditätsflüsse52 5.Abschnitt: Ausblick54 AnhangVII LiteraturverzeichnisXXI Textprobe:Textprobe: Kapitel 3.3.3, Problematik der geldpolitischen Transmission: Im Hinblick auf die Versuche, der Krise mit Hilfe von Zinssenkungen und Zuführung von gewaltigen Mengen an Liquidität entgegen zu wirken, steht besonders die geldpolitische Transmission solcher Zentralbankimpulse im Blickpunkt. Prinzipiell können, wie in Abschnitt 3.3.1. bereits am Beispiel des DAX und des Dow Jones gezeigt, Zinssenkungen durchaus kurzfristig zu einer Entlastung der Märkte und somit zur Verbesserung der Gesamtsituation führen. Mittelfristig bis langfristig stellt sich jedoch die Frage nach der Auswirkung solcher geldpolitischen Entscheidungen auf den realen Sektor einer Volkswirtschaft. Dadurch, dass geldpolitische Entscheidungsträger wie die Fed nur indirekt Einfluss auf Zielgrößen wie Preisniveau, Output und Beschäftigung nehmen können, sowie die damit verbundenen Unsicherheiten über die tatsächliche Wirkung, werden die Entscheidungsträger der Geldpolitik vor eine große Herausforderung gestellt. Zusätzlich sorgt die zeitliche Verzögerung zwischen der Ausführung einer geldpolitischen Entscheidung bis hin zum tatsächlichen Auftreten der daraus resultierenden Veränderungen für weitere Probleme bei der Entscheidungsfindung. Aufgrund dieser vielen Unsicherheitsfaktoren der geldpolitischen Transmission haben sich im Laufe der Zeitgeschichte zahlreiche konkurrierende Transmissionstheorien herauskristallisiert. Dabei wird zwischen bestandsgrößenorientierten und stromgrößenorientierten Ansätzen unterschieden. Zu den bestandsgrößenorientierten Ansätzen zählen sowohl der monetaristische als auch der postkeynesianische Ansatz. Unter die stromgrößenorientierten Theorien fallen hingegen der kredittheoretische und der keynesianische Ansatz. Diese kontrovers diskutierten geldpolitischen Transmissionstheorien ermöglichen es jedoch aufgrund ihrer unterschiedlichen Herangehensweisen mögliche Probleme der Geldpolitik des Federal Reserve Systems aufzuzeigen. Als Zentralbankimpulse dienen hierbei zum einen die innerhalb der letzten Monate durchgeführten Zinssenkungen sowie die Bereitstellung von Liquidität in Form von Offenmarktgeschäften. Sowohl die Zinssenkung als auch die Bereitstellung liquider Mittel lässt eine expansive Geldpolitik der Fed erkennen. Dabei ist eines der grundsätzlichen Probleme die Zeitspanne zwischen einer geldpolitischen Maßnahme und dem Eintreten einer sichtbaren Wirkung. In der Literatur wird dieses Phänomen als ‘Time-Lag’ bezeichnet. Da es in der Regel jedoch sehr schwierig ist eine Finanzkrise zu erkennen, liegen schon der Zeitpunkt, an dem ein geldpolitischer Aktionsparameter eingesetzt werden müsste und der Zeitpunkt der tatsächlichen Durchführung einer geldpolitischen Maßnahme sehr weit auseinander. Diese Zeitspanne wird als ‘Inside-Lag’ bezeichnet. Die nachfolgende Zeitspanne zwischen Durchführung der Maßnahme und Wirken auf das Kredit- und Geldangebot indessen als ‘Intermediate-Lag’. Der ‘Outside-Lag’ hingegen bezeichnet die Zeitspanne welche benötigt wird, die Änderung des Kredit- und Geldangebots auf die Produktion, Beschäftigung und Preise zu übertragen. Im Fall der Subprimekrise besteht nun die Möglichkeit, dass die Zinssenkungsmaßnahmen der Fed, bedingt durch den ‘Inside-Lag’, zu spät erfolgten. Anhaltspunkte hierfür, vorausgesetzt es handelt sich bei den Maßnahmen der Fed um die notwendigen Interventionen, könnte unter anderem die zeitliche Differenz zwischen den ersten Krisenmeldungen und der ersten Zinssenkung darstellen. Wie in Punkt 2.2.3. schon angeführt, kam es bereits am 8. Februar 2007 zu ersten Verlustwarnungen der größten Bank Europas, der HSBC, verursacht durch überraschend hohe Risikovorsorge im Hypothekengeschäft. Die erste Zinssenkung der Fed wurde jedoch, wie in Abbildung 4 ersichtlich, erst im August 2007 vollzogen. Bei tatsächlich vorliegendem ‘Inside-Lag’ würden zusätzliche Verzögerungen durch den ‘Intermediate-Lag’ und ‘Outside-Lag’ die Zentralbankinterventionen als kurzfristiges Mittel im Kampf gegen die Subprimekrise egalisieren. Mittel- bis langfristig hingegen könnte die expansive Geldpolitik der Fed jedoch zu einem Anstieg der Geldmenge M3 und schließlich zu einem Anstieg des Consumer Price Index führen. Untersuchungen bezüglich der ‘Time-Lag’ Problematik von Borchert haben ergeben, dass sich die expansive Geldpolitik der Schweiz bezüglich der Notenbankgeldmenge erst nach durchschnittlich 5,5 Monaten auf die Geldmenge M3 und sogar erst nach 24,3 Monaten auf den Consumer Price Index auswirken. Eine solche zeitliche Wirkungsverzögerung könnte folglich dafür ausschlaggebend sein, dass die damals betriebene expansive Geldpolitik der Fed die zukünftig vorherrschende Konjunkturlage negativ beeinflusst. Des Weiteren könnte der Versuch der Fed, mit Hilfe einer expansiven Geldpolitik den Liquiditätsengpass zu bekämpfen, an den Banken selbst scheitern. Besonders beim kredittheoretischen Ansatz spielen die Banken eine entscheidende Rolle bezüglich der Bereitstellung möglicher Kreditangebote. Sollten die durch zahlreiche Abschreibungen und gegenseitiges Misstrauen gebeutelten Geschäftsbanken das Zentralbankgeld zur eigenen Liquiditätssicherung verwenden und den Nichtbanken weder die Chance der Umverschuldung noch der Neuverschuldung in Form von billigeren Krediten geben, so könnten wiederum die geldpolitischen Maßnahmen der Fed scheitern. Diese Liquiditätssicherung der Geschäftsbanken und die damit verbundene fehlende Ausweitung des Kreditangebots für Nichtbanken wird in der Literatur auch als Liquiditätsfalle bezeichnet. Ein weiteres Problem der geldpolitischen Transmission stellen die Auslandseinflüsse dar. Hierfür ist vor allem das unterschiedliche Zinsniveau der Länder verantwortlich. Durch die zahlreichen Zinssenkungen der Fed haben die USA ein sehr niedriges Leitzinsniveau von 2% erreicht. Dadurch besteht die Möglichkeit, dass aufgrund der geringen Liquiditätskosten in den USA ausländische Investoren dem heimischen Geldmarkt Liquidität durch Kreditaufnahme entziehen und diese bedingt durch die fortgeschrittene Finanzmarktintegration international investieren.

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